#5 Was ich als Autor sonst noch so mache...

Ein-Stern-Rezensionen

Jeder kennt sie, jeder fürchtet sie, doch wer schreibt sie? Rezensionen auf Amazon sind bei allen Autoren gern gesehen, ja sogar erwünscht. Nichts beeinflusst Leser, zusätzlich zu Cover und dem Klappentext mehr, als die Meinungen anderer Leser. Zu den Fünf-Sterne-Rezensionen, die jedem Autor ein Lächeln auf die Lippen zaubern, tummeln sich jedoch auch die ganz bösen

 

Ein-Stern-Rezensionen

 

Wer kann behaupten, noch nicht von ihnen erwischt geworden zu sein? Dann gleich mal ganz viel Applaus an dieser Stelle. Ich gehöre leider zu der Gruppe von naiven Neulingen im Bücher-Dschungel des großen A, die durch eine Reihe Anfängerfehler gehörig Kritik einstecken mussten. Immer noch ersichtlich, leider. Auf A wird nichts gelöscht, außer man bettelt darum, aber ich habe mir überlegt, einfach dazu zu stehen.

 

Jeder fängt mal klein an und zu meiner Verteidung muss ich sagen, dass im Vorfeld sehr viel Recherche nötig gewesen wäre, um geschmeidig mit dem Strom zu schwimmen. Aber T. Kelebek hat es gehandhabt wie immer und ist mit Die wahren Helden dieser Welt  und Mädchengeflüster  einfach ins kalte Wasser gesprungen, frei nach dem Motto: Schauen wir mal, was passiert.

 

Passiert ist, dass ich anfangs - sehr zu meiner Freude - viele Bücher verkauft habe. Dann kamen die Kritiken. Völlig unvorbereitet ist meistens kein guter Ansatz und schon gar nicht, wenn man Kunden, oder in diesem Fall die Leser, völlig zu Recht zufrieden stellen möchte. Das habe ich bitter gelernt. Meine Bücher sind nun korrigiert und lektoriert und mittlerweile kommt das Cover auch von einem Grafiker (www.kreativpaket.at).

 

Stimmt endlich das ganze Rundherum, dann kommt es immer noch auf den Inhalt an. Und der ist nun mal Geschmackssache. Selbst die allseits bekannten Autoren geben in Interviews kleinlaut zu, dass sie ihre Erstlingswerke grauenhaft bis befremdlich finden und sich am liebsten davon distanzieren würden. Leider vergisst das World Wide Web nichts. Zum Glück sind die treuen Leser weiterhin neugierig und verzeihen ihrem Lieblingsautor schon mal ein schlechtes Buch.

 

Für mich kaum vorstellbar - doch in gewissen Autorenforen hält sich hartnäckig dieses Gerücht - kann man auch das Pech haben, das Opfer eines sogenannten Trolls zu werden. Diese Leutchen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Neuerscheinungen eins reinzuwürgen, indem sie absichtlich das Buch grottenschlecht bewerten, so am Spaß an der Freude und wahrscheinlich um sich selbst besser zu fühlen. Das ist ärgerlich, trotzdem kaum verhinderbar. Wie auch in der echten Welt geben sich Trolle nun mal nicht leicht zu erkennen ;)

 

Was ich aber zuallererst mache, wenn ich eine schlechte Kritik bekomme... Ich lese andere schlechte Kritiken. Nicht von mir, sondern von anderen Schriftstellern, berühmten und bekannten und solchen, die ich persönlich wirklich gerne lese. Und dann bevorzugt die Ein-Stern-Rezensionen, die knallen so richtig rein. Nach einer Weile frustrierten Studierens der Konkurrenz atme ich schließlich erleichtert auf, lehne mich wieder entspannt zurück und freue mich, dass sich die Erde doch noch weiter dreht. Ich amüsiere mich sogar ein wenig, denn manche Amazon-Kunden sind durchaus kreativ bei ihren Bewertungen. Niemand ist vor schlechten Kommentaren gefeit. Nicht einmal die besten Zehn.

 

Darum können wir uns in Zukunft vielleicht auf Folgendes einigen:

Wenn euch meine Bücher gefallen, dann erzählt es bitte großzügig euren Freunden und Bekannten, schreit es in die Welt hinaus und haltet es unwiderruflich auf Amazon fest.

Und wenn sie euch nicht gefallen? Dann erzählt es bitte mir: Ich sag's dann nämlich niemandem ;)


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