#7 Was ich als Autor sonst noch so mache...

Messevorbereitungen

Da mir gerade zu Ohren gekommen ist, dass meine Blogbeiträge kläglich vermisst werden, haue ich natürlich sofort in die Tasten, um den Wünschen meiner lieben LeserInnen gerecht zu werden. Ich hab ohnehin bereits meine Seele für euch verkauft. Allerdings habe ich den Deal wohl recht schlecht ausgehandelt, weil rund läuft bei mir noch gar nichts. Und da ich vor zwei Tagen mein mittlerweile fünftes Buch veröffentlicht habe und bei einer Buchmesse war, kann ich euch wieder einiges erzählen.

 

Doch beginnen wir ein ganzes Stück vorher. Sagen wir ein paar Monate, als es mir möglich war den Bücherquatsch in Mining/OÖ und die Romance4You in Kempten zu besuchen. Die beiden Termine standen ja auf meiner Wunschliste, die ich 2017 der Reihe nach abhaken wollte, dementsprechend aufgeregt lief meine Planung im Vorfeld, um nicht zu sagen, katastrophal. Das Kleidungsthema war plötzlich mein kleinstes Problem. Ich weiß nicht, warum es der Büchergott so schlecht mit mir meint, aber alles, wirklich alles, was ich mache, muss ich doppelt tun, da es nie gleich beim ersten Mal klappen will.

 

Ich war wirklich sehr bemüht, schöne Give-Aways für meine LeserInnen zu suchen und zu gestalten. Genauso habe ich zur Abwechslung mal Flyer und Autogrammkarten drucken lassen. Das Ergebnis war allerdings vernichtend. Mein Mann sagt immer, ich bin ein Mensch schneller Entscheidungen. Fürwahr, fürwahr. Es ist mir selbst ein Rätsel, warum ich bei der Wahl, ob ich 200dpi oder 400dpi als Papierstärke auswählen soll, nicht vorher Google zu Rate ziehe (oder auf meinen Mann höre). Ich habe mich einfach darauf verlassen, wenn es darum geht, Flyer zu bestellen, die ohnehin eine angemessene Stärke haben werden und eine Art dicken Pappkarton wollte ich nicht.

 

Ich mache kein Geheimnis draus, dass ich mich somit für die dünnere Auswahl entschieden habe, dementsprechend groß war auch mein Entsetzen, als mir die liebe Post meine Bestellung vor die Tür gestellt hatte. Um es euch deutlich zu machen: Von Flyern kann gar keine Rede sein. Ein Windhauch hätte sie sofort fortgeblasen und im Großraum Linz verteilt. Leider benötigt man dafür eine Genehmigung oder einen guten Reinigungsdienst, weshalb das für mich nicht in Frage kam und ich die Wischblätter sofort beschämt in unser Häuschen gezogen habe. Wir verwenden sie derzeit übrigens als Klopapier. Ich kann ja so schlecht etwas wegschmeißen, noch dazu, wenn ich richtig Geld dafür bezahlt habe. Unsere Kinder sind deswegen allerdings leicht irritiert.

 

Weiter gehts mit meinen süßen roten Schafmilchseifen-Herzen im Plastikbeutel mit dazupassender roter Schleife. Ich habe sie liebevoll ausgesucht und meine Mama gezwungen, sie - zwecks Zeitmangel - in Schwarzarbeit mit meinem Logo zu bekleben. Die Gute hat allerdings so großen Spaß daran gefunden, dass sie mich ständig fragt, wann sie wieder Seifen bekleben darf. Doch so viele Bücher kann ich gar nicht schreiben, dass mich die Finanzierung der Schafmilchseifen nicht in den Ruin treiben würden. Billig geht anders. Und die Messebesucher fanden sie eher mau, da es lediglich ein beklebtes und kein richtig gebrandetes Goodie war. Daher wird man von mir auch nicht mehr so schnell Give-Aways sehen.

 

Alles in allem habe ich wieder einmal festgestellt: Niemand sieht, wie viel Arbeit eigentlich hinter allem steht. Wie viele Stunden Zeitaufwand man betreiben muss, um diesem ganzen Rundherum, was ein Autorendasein noch so ausmacht, gerecht zu werden. Ich bin grottenschlecht darin. Umso mehr freut es mich, wenn ich ab und zu mal höre, wenn ich etwas gut und richtig gemacht habe. Oder wenn mir Amazon einen Kindle Deal anbietet.

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